Geschichten sind unterhaltsam. Sie faszinieren, werden gerne weitererzählt und bleiben vor allem in Erinnerung. Lernen und Dramaturgie zu verknüpfen, ist spannend und motivierend. Geschichten folgen einem einfachen Prinzip: Zuerst wird die Ausgangssituation geschildert, danach folgt die Komplikation. Die Geschichte endet mit dann mit der Lösung dieser Komplikation. So funktionieren beispielsweise Märchen, Mythen und Sagen. Storytelling ist eine effiziente Kommunikationsstrategie, da Emotionen geweckt werden können und so die innere Motivation aktiviert werden kann.

1. Aufbau

Eine Geschichte erzeugt Bilder im Kopf, die Emotionen auslösen.
2. Form
Die Erzählkompetenz kann mit Medien gefördert werden. Um ein Projekt zu realisieren, ist es wesentlich, sich über die Form und Art Gedanken zu machen. Es gibt verschieden Arten von Storytelling. Neben dem klassischen Geschichteerzählen existieren auch eine rein visuelle, auditive oder schriftliche Formen. Daraus entspringen jegliche weitere Kombinationsmöglichkeiten. Zum Beispiel der Comic, eine Kombination von Bild und Text. Weiter kann eine Geschichte analog oder digital erzählt werden, mit Hilfe von einem oder mehreren Medien. Wird zum Beispiel mit einer Webseite eine Geschichte erzählt, entsteht multimediales Storytelling. Die Geschichte wird mit mehreren Medien, in verschieden Erzählsträngen und auf verschieden Ebenen dargestellt. Auch in einer virtuellen Umgebung kann multimediales Storytelling angewendet werden.
Eine weitere Form ist das transmediale Storytelling. Zum Beispiel wird von einer Buchvorlage ein Film gedreht. Anhand dieses Films entsteht dann ein Videospiel. Wird nun die Geschichte aus dem Spiel auf kollaborativen Plattformen gemeinsam online weiterentwickelt, neue Charaktere erstellt, kommentiert, geteilt und gemeinsam gestaltet handelt es sich um interaktives Storytelling.

3. Anwendung
Mögliche mediale Produkte die Storytelling fördern:
4. Planung der Geschichte
5. KI‑Einsatz im Storytelling‑Prozess
Künstliche Intelligenz kann zentrale Schritte im Storytelling wirkungsvoll unterstützen, von der Ideenfindung bis zur Überarbeitung. Sie erleichtert die Themen- und Ideenfindung, unterstützt beim Brainstorming und hilft bei der Entwicklung von Figuren. Für den Aufbau der Geschichte und die Dramaturgie kann KI die Gestaltung eines erzählerischen Spannungsbogens übernehmen, verschiedene Handlungsalternativen vorschlagen und für Kohärenz im klassischen Aufbau aus Ausgangssituation, Komplikation und Lösung sorgen. Darüber hinaus ermöglicht sie interaktives Storytelling, indem verzweigte und nicht lineare Geschichten generiert werden, wie sie auch in transmedialen Formaten vorkommen.
In der Planungsphase unterstützt KI bei der Strukturierung eines Medienprojekts, bei der Auswahl geeigneter Medienformen und bei der didaktischen Abstimmung. Bei der Überarbeitung hilft sie, Texte stilistisch zu verbessern, logische Zusammenhänge zu überprüfen und die Ausrichtung an der jeweiligen Zielgruppe zu optimieren. So ergänzt KI die beschriebenen Storytellingprozesse sinnvoll und trägt zu einer kreativen und mediengerechten Umsetzung von Geschichten bei.
Weiterführende Infos
* sometimes reality is too complex - stories give it form *Jean-Luc Godard
Das obenstehende Zitat ist kein OER