Digital Learning Base: Fundstücke im Netz – August 2026

Digital Learning Base: Fundstücke im Netz – August 2026

In den "Fundstücken im Netz" präsentiert die DigiLeB interessante Links rund um digitale Didaktik und die Kultur der Digitalität. Diesmal mit dabei: Drei Beiträge, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit der Frage beschäftigen, wie generative KI Hochschullehre, Lernen und Prüfen verändert – von intellektueller Souveränität über digitale Autonomie bis hin zur Prüfungskultur.

Intellektuelle Souveränität in Zeiten generativer KI: Empfehlungen des Wissenschaftsrats veröffentlicht

Wie verändert generative KI Hochschulbildung – und was müssen Studierende auch künftig selbst können? Mit seinen im Juli 2026 veröffentlichten Empfehlungen rückt der Wissenschaftsrat den Begriff der «intellektuellen Souveränität» ins Zentrum. Gemeint ist die Fähigkeit, eigenständig zu denken, kritisch zu urteilen und KI-Unterstützung reflektiert einzusetzen.

Dabei geht es nicht darum, generative KI aus der Hochschulbildung fernzuhalten. Vielmehr sollen ihre Potenziale genutzt werden, ohne zentrale akademische Kompetenzen aus der Hand zu geben. Der Wissenschaftsrat empfiehlt unter anderem, KI-Kompetenzen aufzubauen, Fachwissen zu stärken, Prüfungsformate weiterzuentwickeln und bewusst auch KI-freie Räume im Studium zu schaffen, in denen eigenständiges Denken geübt werden kann.

Die Empfehlungen bieten damit interessante Denkanstösse für die Frage, wie Lehren, Lernen und Prüfen unter den Bedingungen generativer KI künftig gestaltet werden können.

👉 Zu den Empfehlungen des Wissenschaftsrats: Wissenschaftsrat - Publikationen - Intellektuelle Souveränität: Empfehlungen für die Hochschulbildung in Zeiten von generativer KI (Drs. 3319-26), Juli 2026


Generative KI und digitale Autonomie: Wie viel Unterstützung ist zu viel?

Wie im vorherigen Fundstück zur «intellektuellen Souveränität» geht es auch in einem neuen Diskussionspapier des Hochschulforums Digitalisierung (HFD) um die Frage, was Studierende in Zeiten generativer KI weiterhin selbst können müssen.

Im Zentrum steht das Risiko des Deskilling: Werden kognitive Arbeitsschritte zunehmend an KI ausgelagert, können wichtige fachliche Kompetenzen verloren gehen oder gar nicht erst aufgebaut werden. Das Papier plädiert dabei nicht für pauschale KI-Verbote. Vielmehr sollten Hochschulen klären, welche Kompetenzen unverzichtbar sind und wann der Einsatz generativer KI beim Lernen sinnvoll ist – oder bewusst eingeschränkt werden sollte.

Ein spannender Impuls für die Weiterentwicklung von Lehre, Curricula und Prüfungen.

👉 Zum Beitrag und Diskussionspapier des Hochschulforums Digitalisierung: Neue Publikation: Gefährdet generative KI die digitale Autonomie im Studium? - Hochschulforum Digitalisierung


Wenn KI Prüfungen verändert: Wie Hochschulen reagieren

Die Überlegungen zu intellektueller Souveränität und digitaler Autonomie führen zu einer weiteren zentralen Frage: Wie können Prüfungen unter den Bedingungen generativer KI gestaltet werden? Der Beitrag des Hochschulforums Digitalisierung bündelt aktuelle Diskussionen darüber, wie Eigenleistung unter veränderten Bedingungen sichtbar werden kann und welche Rolle neue Prüfungsformate, Prozessbegleitung und Reflexion dabei spielen. Ergänzt wird der Beitrag durch weiterführende Materialien zur Auseinandersetzung mit dem Thema.

👉 Zum Beitrag: KI verändert Prüfungen: Wie Hochschulen reagieren | HFD



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