Diese Seite bietet einen umfassenden Überblick über die vielfältigen Videoproduktionsstile (Video-Design), die derzeit für selbstorganisiertes (Online-)Lernen eingesetzt werden. Der Schwerpunkt dieser Sammlung liegt auf didaktischen Videos, die das Verständnis komplexer Sachverhalte erleichtern und das Lernen unterstützen sollen. Daher ist es wichtig, den oder die passenden visuellen Stil(e) für die Erstellung von Videos auszuwählen.

Gestaltungstheorie
Die Gestaltungstheorie im Video-Design besagt, dass der*die Betrachter*in auf den ersten Blick erkennen möchte, worum es geht. Dabei werden kleinere Flächen als Objekt und grössere Flächen als Hintergrund wahrgenommen. Es ist wichtig zu beachten, dass Objekt und Hintergrund nicht gleichzeitig wahrgenommen werden können, was eine gezielte Planung und Gestaltung erfordert.
Die Informationstheorie im Video-Design beschäftigt sich damit, warum ein Video manchen Menschen gefällt und anderen nicht. Banale oder vollständig bekannte Inhalte werden oft als uninteressant empfunden, da sie keine neuen Informationen oder Anreize bieten. Andererseits können völlig unbekannte Inhalte auf Unverständnis stossen, da sie keine Verbindung zum Betrachter herstellen. Das Empfinden von Qualität und Interesse hängt stark vom Wissensstand und Kulturkreis des Betrachters/der Betrachterin ab, was eine sorgfältige Planung bei der Gestaltung von Videos erfordert.
Planung
Wie erwähnt ist die Wahl des Stils wichtig, um die gewünschten Lernergebnisse oder ein erleichtertes Verständnis für einen Sachverhalt zu erhalten. Deshalb ist es wichtig, dass der Auswahlprozess sowohl sorgfältig durchdacht, als auch bewusst erfolgt. (Siehe Link zu Planung: Konzeptarbeit und Leitfragen Medienprojekt)
Übersicht Video-Design, Video-Produktionsstile
Aufbau
Kombination von Stilen
Es ist wichtig zu beachten, dass diese Produktionsstile zwar einzeln aufgeführt sind, es jedoch möglich ist, zwei oder mehr davon in einem Video zu kombinieren. Durch die Kombination verschiedener Stile können andere Ergebnisse erzielt werden, als dies mit jedem einzelnen Format allein möglich wäre. Eine Kombination von Stilen ist oft sinnvoll, da unterschiedliche Kontexte (z.B. Metaebene) durch einen Stilwechsel sofort auch visuell sichtbar werden.

Foto: "Satellit im Erdorbit mit ausgebreiteten Solarpaneelen" von Marco Verch via ccnull.de, CC-BY 2.0 bearbeitet von DigiLeB
Talking Head

Kameraperspektive:
Moderieren vor der Kamera kurze Tutorials
Präsentation, Lehre, Unterricht

Kameraperspektive:
Interview

Kameraperspektive:
Eine Über-die-Schulter-Aufnahme ist eine effektive Kameraperspektive, die den/die Interviewte:n zeigt, während gleichzeitig ein Teil der Schulter des Interviewers oder der Interviewerin sichtbar bleibt. Diese Perspektive schafft nicht nur eine persönliche Atmosphäre, sondern lässt sich auch mit anderen Aufnahmewinkeln kombinieren, um das Interview dynamischer und interessanter zu gestalten.
Moderieren vor der Kamera kurzes Tutorial
Gespräch

Kameraperspektive:
Beide Gesprächspartner sind gleichzeitig zu sehen, wobei Detailaufnahmen eines Gesprächspartners während längerer Ausführungen als abwechslungsreiche Ergänzung wirken.
Weil beide Gesprächspartnergleichzeitig zu sehen sind, wird ihre Gleichstellung betont. Im Gegensatz zu einem Interview, das klare Rollenverteilungen hat: eine Person stellt Fragen und die andere antwortet ausführlich.
Greenscreen

Foto: "Satellit im Erdorbit mit ausgebreiteten Solarpaneelen" von Marco Verch via ccnull.de, CC-BY 2.0 bearbeitet von DigiLeB
Webcam oder Streaming









